1. Grundannahmen für den Umgang mit Kindern

Jedes Verhalten ist subjektiv problemlösend und ergibt für das Kind einen Sinn.
Kinder in Problemlagen benötigen in besonderer Weise:
- Wertschätzung,
- Emotionale Verlässlichkeit,
- Orientierung und Struktur.

2. Grundsätze der Zusammenarbeit des Mobilen Dienstes mit der Grundschule

Der Mobile Dienst versteht sich als beratende Begleitung.
Kinder mit Auffälligkeiten in der Emotionalen und Sozialen Entwicklung verblei-ben in den Grundschulen. Der Mobile Dienst ESE wird unterstützend tätig.
Die Zusammenarbeit mit dem Mobilen Dienst ist als Angebot zu verstehen. Be-sonders wichtig ist dabei, dass der Mobile Dienst ESE seine Empfehlungen nicht als Vorgabe versteht. Entscheidungen werden auf kollegialer Ebene gemeinsam entwickelt und getroffen. Notwendig ist hierfür ein regelmäßiger Informations-austausch.
Die Verantwortung für die schulischen Entscheidungen liegt letzten Endes bei der zuständigen Grundschule.
Bei der gemeinsamen Arbeit ist der Blick auf die Ressourcen des Kindes und nicht auf seine Defizite gerichtet.

3. Personalausstattung

Der Mobile Dienst ist eine Kooperation von Jugendhilfe und Schule.
Der Leiter des Förderschulzentrums ist verantwortlich für alle Beschäftigten des Mobilen Dienstes ESE.
Eine Diplom Behindertenpädagogin und eine Sozialpädagogin sowie Förderschul-lehrerinnen bilden das Team des Mobilen Dienstes ESE und sind für alle Grund-schulen in der Stadt Delmenhorst zuständig.

4. Angebote des MoDiE:

Beratung von Grundschullehrkräften, ggf. Unterstützung bei der Erstellung von Förderplänen,
Beratung von Eltern, Vernetzung von Schule, Allgemeinem Sozialen Dienst (ASD), Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) und Therapeuten,
Sozialtraining zur Persönlichkeitsstärkung in Form von Projektwochen,
Marburger Konzentrationstraining (MKT),
Diagnostisch-therapeutische Kleingruppe als halbjährige Intensivmaßnahme für sechs Kinder.

 

5. Ablauf

Die Grundschule meldet ein Kind mit Auffälligkeiten im Bereich der Emotionalen und Sozialen Entwicklung mit Hilfe eines Meldebogens und informiert die Eltern darüber, dass
der Mobile Dienst ESE eingeschaltet wurde. Notwendige Voraus-setzung dafür ist, dass die zur Verfügung stehenden schulischen Maßnahmen ausgeschöpft sind.
Kontaktaufnahme des MoDiE ESE zu den Lehrkräften, den Eltern sowie der Grundschule und Hospitationen im Unterricht.
Diagnostische Gespräche mit den Lehrkräften, den Eltern sowie dem Kind.
Austausch mit den Kollegen im RIK und den Sozialarbeitern an Schule.
Ggf. Kontaktaufnahme mit dem ASD, Ärzten und Therapeuten.
Beratung der Beteiligten, ggf. Begleitung der Betroffenen zu bestimmten Institutionen, Anbahnung außerschulischer Maßnahmen.
Prozessbegleitung nach Bedarf während der gesamten Grundschulzeit.