Die Kleingruppe des Mobilen Dienstes


Die Säulen der Arbeit in der Kleingruppe

1. Unterricht
Die Kinder haben täglich Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik. In diesen Fächern arbeiten sie in Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen  Grundschul­lehrern nach individuellen Tagesplänen im Stoff ihrer Klassenstufe weiter, um den Anschluss an die Grundschul-Klasse zu behalten. Der Sportunterricht (bzw. Psychomotorik) findet 1x wöchentlich in einer Doppelstunde statt. In den Fächern Englisch, Kunst und Sachunterricht werden die Schüler in kurzen Einheiten, über die Woche verteilt, unterrichtet. Hausaufgaben werden wie in der Grundschule von Montag bis Donnerstag aufgegeben.

2. Arbeit mit Verhaltenszielen
Jedes Kind hat aus der Diagnostik (ELDiB) entwickelte individuelle Verhalten­sziele. Anhand eines Punkteplans werden diese Ziele mit den Kindern gemeinsam reflektiert und durch Belohnung positiv verstärkt, um die sozial-emotionale Entwicklung zu fördern.

3. Sozial- und Konzentrationstraining
Die Kinder haben einmal pro Woche eine Doppelstunde Sozialtraining, in dem die sozialen Kompetenzen, die sie brauchen, um in der Grundschule besser zurecht zu kommen, erlernt, erweitert und gefördert werden. Außerdem gibt es einmal wöchentlich eine Klassenrats-Stunde, in der Wünsche, Probleme und Sorgen der Kinder besprochen werden.
In Anlehnung an unsere Diagnostik wird für einen Teil der Kinder das Marburger Konzentrationstraining einmal pro Woche angeboten. In diesem Training geht es darum, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern, um im Unterricht der Grundschule besser mitzukommen.

4. Konsequenter Erziehungsstil
In der Kleingruppe gibt es klare Regeln für die Gemeinschaft. Werden diese Regeln von den Kindern nicht eingehalten, erfolgen Konsequenzen, wie z.B. eine „Auszeit“ bei der 3. Verwarnung. Bei weiteren gravierenden Regelverstößen müssen die Kinder als pädagogische Maßnahme, in Absprache mit den Eltern, aus der Kleingruppe abgeholt werden, dies gilt insbesondere bei akuter Selbst- und Fremdgefährdung.
Nur durch dieses konsequente Vorgehen bei Regelverstößen, kann gewährleistet werden, dass der Unterricht nicht gravierend beeinträchtigt wird und dass die Kinder die Grenzen ihres Handelns erfahren.

5. Enge Zusammenarbeit mit den Eltern
Für die Umsetzung des konsequenten Umgangs, ist die telefonische Erreichbarkeit der Erziehungsberechtigten während der Schulzeit Voraussetzung.
Es gibt regelmäßige Elternschulungen, die an das Sozialtraining der Kinder angelehnt sind. Die Eltern hospitieren jeweils ca. einmal im Monat in der Kleingruppe. Im Anschluss an die Hospitation findet ein Lern- und Entwicklungsgespräch zu ihrem Kind statt. Zusätzlich können bei Bedarf telefonische Gespräche geführt werden. Die intensive Zusammenarbeit mit den Eltern ist die Basis dafür, dass die Erziehungsarbeit nachhaltig gelingt.