Mobiler Dienst

Der Mobile Dienst für den Bereich "Emotionale und Soziale Entwicklung"

Mit dem Ziel einer nachhaltigen Wirksamkeit ist der Mobile Dienst im Bereich „Emotionale und Soziale Entwicklung“ seit 2007 in den Schulen der Stadt Delmenhorst tätig. Die Mosaikschule Delmenhorst stellt in diesem Format ein sonderpädagogisches Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebot zur Verfügung, dass gemäß Empfehlung der Kultusministerkonferenz ein qualitativ hochwertiges gemeinsames Lernen im Lebensraum Delmenhorst ermöglicht.

Das Neutralitätsprinzip bedeutet dabei, dass die Beratung durch den Mobilen Dienst unabhängig ist von den Systemen der einzelnen Schulen. Sie eröffnet einen Blick von außen auf die Ressourcen der beteiligten Schule, des betroffenen Schülers/ der Schülerin und des familiären Systems, aber auch auf sonstige im Netzwerk der Helfer vorhandene Unterstützungsmittel. Diese gilt es nutzbar zu machen und entlang einer konkreten Zielstellung effektiv zum Einsatz zu bringen. Bereits eine präventive Beratung von Eltern und Schule kann verhindern, dass sich ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung manifestiert und/ oder langfristige Maßnahmen wie der Besuch der Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung notwendig werden.

Durch die enge Kooperation mit städtischen Institutionen und durch die Netzwerkbildung werden der Lebenslauf und die Schullaufbahn im Idealfall positiv beeinflusst; früh in die Wege geleitete Jugendhilfemaßnahmen verhindern Schulabsentismus, Delinquenz und unterstützen die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz.

Die Nachhaltigkeit, die in Beratung und Hilfen angestrebt wird, ist das höchste Gut, das schulische Maßnahmen in Bezug auf die positive Entwicklung eines Schülers/ einer Schülerin erreichen können. Nachhaltige Hilfen in der inklusiven Arbeit können verhindern, dass auch nach einer erfolgten Verbesserung der Situation im Bezugsrahmen Schule betroffene Kinder in bereits abgelegte Verhaltensweisen und Gefühlslagen zurückfallen. Nur langfristig konzipierte Ansätze können eine im Einzelfall drohende (Re-)Traumatisierung und eine damit verbundene seelische Behinderung abwehren. Kinder und Jugendliche, die einer Unterstützung in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung bedürfen, können auf diesem Wege gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben und mit den eigenen Fähig- und Fertigkeiten zur Ausgestaltung des schulischen Lebens im positiven Sinne beizutragen, ohne dabei aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.

Wichtig erscheinen uns auch folgende Aspekte:

Die aufsuchende Hilfe begegnet dem Schüler / der Schülerin im gewohnten Lernumfeld.
Die Arbeit im Team wirkt als Ressource zur Erhaltung der Lehrergesundheit und wird inhaltlich wirksam durch Kompetenzvermittlung und -austausch zwischen professionellen Kräften.
Die Kleingruppe des Mobilen Dienstes (6 bis 10 Jahre) kann einen langfristigen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung verhindern und arbeitet konkret mit der Verantwortlichkeit der Erziehungsberechtigten für die Entwicklung ihres Kindes.
Ressourcenorientiertes Arbeiten am Kind stärkt die Eltern und ruft sie zu mehr Mitverantwortung im Entwicklungsprozess ihres Kindes auf.

Hierfür stehen die Mitarbeiterinnen des Mobilen Dienstes mit ihrer hohen fachlichen Expertise, die sie zur Verfügung stellen, um Lehrkräfte und Mitarbeiter im Regelschulsystem in die Lage zu versetzen, auch ohne Zuhilfenahme eines sonderpädagogischen Beraters selbstständig, zielorientiert und planvoll im Bereich der Emotionalen und Sozialen Entwicklung von Kindern handeln zu können.

Die konkrete Arbeit des Mobilen Dienstes der Mosaikschule Delmenhorst basiert auf einem Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Delmenhorst und dem Land Niedersachsen, vertreten durch die Niedersächsische Landesschulbehörde. Hieraus resultiert eine personelle Versorgung mit 3 Lehrervollzeitstellen sowie 2 Sozialarbeiterstellen, die durch die AWO Bezirk Weser-Ems bereitgestellt werden.